BUND: Schulblöcke aus Altpapier
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Enzkreis (pm). Jedes Jahr steht mit dem Beginn des neuen Schuljahres den Eltern ein Großeinkauf bevor. Was haben Schulmaterialien mit Umwelt- und Klimaschutz zu tun? Regine Einfeld, Geschäftsführerin des BUND-Regionalverbands Nordschwarzwald, erläutert: „Eine ganz große Rolle spielt das Papier.“ 200 Millionen Hefte würden pro Jahr in Deutschlands Schulen verwendet. „Dabei wird für die Herstellung von Frischfaserpapier doppelt so viel Energie und fünfmal so viel Wasser benötigt wie für Recyclingpapier. Enorme Holzeinschläge in Urwaldgebieten sind die Folge. Und durch die Zerstörung der Wälder wird das Ausmaß der Klimaveränderungen noch dramatischer.“
Fast ein Fünftel der weltweit geschlagenen Bäume werde zur Papierherstellung verwendet. Die Herstellerzeichen „Aqua pro Natura“ und „Weltpark Tropenwald“ täuschten Umweltqualität vor, weil das Problem besonders die nördlichen Urwälder – vor allem in Kanada, Finnland und Russland – seien, so Einfeld. „Holzfreies Papier“ oder Papier „aus 100 Prozent Zellulose“ bestehe aus Zellstoff, der ebenfalls aus Holz gewonnen werde; die Bezeichnung sei also im Hinblick auf den Schutz der Wälder „völlig nichtssagend“.
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