AvP-Insolvenz: Abgeordneter fordert Aufklärung
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Enzkreis/Pforzheim (pm). Auch in Pforzheim und dem Enzkreis seien zahlreiche Apotheken von der Insolvenz des Abrechnungsdienstleisters AvP Deutschland GmbH betroffen. Darauf weist in einer Mitteilung der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum hin und fordert eine „restlose Aufklärung“ durch Bundesfinanzminister Olaf Scholz.
„Die Apotheken sind mit der wohnortnahen Versorgung und ihren Notdiensten eine wesentliche Säule unseres hervorragenden Gesundheitswesens. Deshalb muss nun restlos aufgeklärt werden, ob die Umstände der AvP-Insolvenz vermeidbar waren“, ließ Krichbaum in seiner Mitteilung vom Freitag verlauten. Weiter fordert der Abgeordnete in einem Brief an den Minister, dass die Absicherung zinsloser Überbrückungskredite durch den Bund ernsthaft erwogen werden sollte, um Insolvenzen zu vermeiden und die Versorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden. „Noch ist nicht absehbar, ob durch die Überbrückungskredite der Deutschen Apotheker- und Ärztebank oder durch mögliche KfW-Kredite in jedem Einzelfall der Fortbestand der Betriebe ermöglicht werden kann.“ Die Wahl des Abrechnungszentrums sei, so Krichbaum, selbstverständlich eine betriebswirtschaftliche Entscheidung jedes Betreibers, allerdings werde zu Recht erwartet, dass die Partner finanzwirtschaftlichen Qualitätsstandards genügten und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht würden. Vor diesem Hintergrund werde die Rolle der BaFin „überaus kritisch“ hinterfragt. Apotheken, Öffentlichkeit und das Parlament hätten ein Anrecht zu erfahren, wann die BaFin und das Ministerium von den Problemen der AvP wussten.
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