Autozulieferer sehen neue Chancen

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Diskussion um den Antrieb der Zukunft beschäftigt Firmen und Händler – Regionale Unternehmen verstehen sich als „Lösungspartner“

Die Diskussion um die Mobilität der Zukunft, angestoßen durch den Diesel-Skandal, wird im Raum Mühlacker, wo zahlreiche Zulieferbetriebe angesiedelt sind, besonders aufmerksam verfolgt. Die Sorge, die Negativschlagzeilen könnten unmittelbar auf die Auftragslage durchschlagen, hält sich – je nach Produktpalette – bislang in Grenzen.

Autozulieferer sehen neue Chancen

Vollautomatischer Prüfautomat für Drehteile der Firma Sihn. Das Unternehmen, das seinen Sitz in Mühlacker hat. ist ein Zulieferer der Automobilbranche.Foto: Sihn

Mühlacker. Vom Kühler über die Klimatechnik und die verschiedensten Kunststoff-Bauteile bis hin zu vermeintlich unscheinbaren Ringstücken und Hohlschrauben, deren Fertigung höchste Präzision verlangt: In vielen Fahrzeugen namhafter Marken verbirgt sich Know-how made in Mühlacker, und entsprechend wichtig ist die Automobilbranche als Auftraggeber für die Betriebe in der Region. 60 Prozent der Unternehmen, schätzt Dieter Kiesling, seien – zumindest bei einem Teil ihrer Produktpalette – als „Zulieferer oder Zulieferer von Zulieferern“ ein Stück weit abhängig von den Autokonzernen, die in diesen Tagen nicht nur positive Schlagzeilen liefern. In der Belegschaft, berichtet der Betriebsratsvorsitzende von Mahle Behr, sei der Ärger über die Konzerne groß, die unnötigerweise Skandale produzierten, unter denen letztlich auch die Zulieferfirmen leiden könnten. Zumal den Beschäftigten bewusst sei, sagt Kiesling mit Blick auf den wachsenden Kostendruck, „wie man als Zulieferer geknebelt wird“.

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