Automatenknacker liefert Knalleffekte

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27-jähriger Kleinkrimineller mit langer Laufbahn scheitert immer wieder an seinem Dilettantismus und wird erneut verurteilt

Pforzheim/Enzkreis. Mit einem explosiven Fall von Beschaffungskriminalität musste sich das Schöffengericht Pforzheim am Dienstag beschäftigen. Ein 27-Jähriger war im März 2019 daran gescheitert, einen Zigarettenautomaten zu sprengen, um an das Geld zu kommen – nicht zum ersten Mal. Der verkrachte Dieb wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt.

Die Vorgehensweise des Angeklagten am 26. März in Pforzheim zeugte nicht von besonderer Raffinesse. Am helllichten Tag, kurz nach 12 Uhr, radelte er auf seinem Mountainbike zum Zielobjekt, das an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße in Sichtweite von Wohnhäusern lag. Mittels Schlauch ließ er ein Sauerstoff-Butan-Gemisch in den Zigarettenautomaten strömen und entzündete es per Elektroschocker. Die Explosion verursachte zwar einen Schaden in Höhe von 2600 Euro, intakt blieb indes die Geldkassette. Dafür rief der laute Knall die Nachbarn auf den Plan. Die Ohrenzeugen informierten nicht nur sofort die Polizei, sondern schossen mit dem Handy auch gleich noch ein Fahndungsfoto von dem eilig davonradelnden Täter, anhand dessen der Mann, der nur noch auf dem Papier bei seinen Eltern im Enzkreis gemeldet war, wenige Tage später von einer Polizeistreife in Pforzheim aufgegriffen werden konnte.

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