Autohehler fliegen kurz vor Polen auf
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Vermeintlich schnelles Geschäft endet vor Gericht – Polizeikontrolle ist der Anfang vom Ende
Pforzheim/Enzkreis. Statt einem schnellen Zloty haben die beiden angeklagten Polen für den Transport zweier gestohlener Autos von Pforzheim in Richtung polnischer Grenze eine Haftstrafe wegen Beihilfe zu versuchter Hehlerei und eine Geldstrafe wegen leichtfertiger Geldwäsche kassiert.
Mit dem Diebstahl des Ford Focus und des Peugeot 308 im Februar 2017 vom Gelände einer Pforzheimer Autovermietung hatten die beiden Angeklagten nichts zu tun. Während die Täter die Schlüssel der zurückgegebenen Fahrzeuge aus dem Kundentresor fischten, die Autos drei Kilometer entfernt auf einem Parkplatz versteckten und mit gefälschten Nummernschildern ausstatteten, befanden sich die Angeklagten laut Handy-Daten noch in Polen. Erst in der darauffolgenden Nacht holten sie gegen 23 Uhr die beiden nahezu neuwertigen Fahrzeuge ab. Dabei musste den Fahrern die illegale Herkunft der Autos nicht unbedingt auf den ersten Blick ins Auge springen. Die Scheiben waren nicht eingeschlagen, die Schlösser nicht aufgebrochen. Auf den zweiten Blick hätten sie aber erkennen können, was es mit den Autos auf sich hat. Auf der Plakette der falschen Nummernschilder war das englische Wort für Fälschung – Fake – geprägt. Dass das Kennzeichen auf dem Fahrzeugschein im Handschuhfach nicht mit dem Kennzeichen auf dem Nummernschild übereinstimmte, hätte ihnen ebenfalls dubios vorkommen können.
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