Ausstellung zeigt Geschichte des Rings
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Pforzheim (pm). Die Ausstellung „Kleine Dinge – hundertundein Ring“ zeigt bis zum 9. Juni im Schmuckmuseum die Vielgestaltigkeit dieser Kunstwerke im Kleinen und macht sie anhand von Großaufnahmen auch im Detail sichtbar. Der Eintritt in die Schau ist im Museumseintritt inbegriffen.
Ringe haben weder Anfang noch Ende, sie sind symbolträchtig und höchstpersönlich. „Als Sinnbild engster Verbundenheit ist beispielsweise der Liebesring schon seit drei Jahrtausenden belegt“, erläutert Museumsleiterin Cornelie Holzach. So sollen Schlüsselringe in der Antike die künftige Schlüsselgewalt der Braut symbolisieren, wie eine der Interpretationen dieses schon seit dem 11. Jh. v. Chr. bekannten Ringtyps besagt. Seit dem späten Mittelalter und in der Renaissance waren Zwillingsringe sehr beliebt. Sie wurden bei der Verlobung voneinander getrennt, so dass jeder Partner einen der beiden Ringe tragen konnte, um zur Hochzeit wieder vereint zu werden. Jüdische Hochzeitsringe, die vor allem aus der Zeit zwischen dem 8. und 17. Jahrhundert stammen, sind Zeremonialringe: Als Symbol für das Kaufgeld wurden sie der Braut während der Trauung vom Bräutigam auf den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt. Im 19. Jahrhundert war auf Liebesringen zudem die Darstellung eines von zwei Händen gehaltenen Herzens sehr beliebt oder aber ein Döslein, in dem sich als Andenken an den geliebten Menschen eine Locke oder eine getrocknete Blüte aufbewahren ließ.
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