Ausraster kommt Lkw-Fahrer teuer zu stehen
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Attacke gegen Unfallhelfer beschäftigt das Amtsgericht – Anwalt versucht seinen Mandanten ebenfalls als „Unfallhelfer“ zu adeln
Maulbronn. Seit 22 Jahren fährt der Mann, der gestern auf der Anklagebank des Amtsgerichts Maulbronn saß, Lkw, jedes Jahr etwa 100000 Kilometer. Dabei hat er sich nie was zuschulden kommen lassen. Seinen einzigen Punkt im Verkehrsregister hat er einem leichten Rotlichtverstoß mit seinem Pkw zu verdanken. Fakt ist aber auch, dass er sich am 22. September 2017 zu einer Tat hinreißen ließ, die ihn jetzt teuer zu stehen kommt.
Der Mann war mit einem Unfallhelfer aneinandergeraten, der nach einer Karambolage am Kreisverkehr auf der Landstraße an der A8-Anschlussstelle Heimsheim die Unfallstelle absichern wollte. Dabei ärgerte sich der Lkw-Fahrer, dass die havarierten Autos die Straße blockierten und sich der Verkehr deshalb zurückstaute. Ein Wort gab das andere, der wenig freundlichen Aufforderung, die Unfallbeteiligten mögen „ihre Scheiß-Autos von der Strafe schieben und sich verpissen“, ließ der Lkw-Fahrer noch einen Stoß gegen die Schulter des 22-jährigen Unfallhelfers folgen. Den anschließenden Strafbefehl wollte er nicht akzeptieren, weshalb der Fall jetzt vor Gericht aufgerollt wurde. Am Ende kam Amtsgerichtsdirektor Bernd Lindner zu dem Urteil, dass eine Strafe von 40 Tagessätzen à 60 Euro für die Körperverletzung angemessen sei.
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