Aus der Genbank in den Topf ge-linst

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Sternenfels/Enzkreis. Eigentlich war die Alblinse seit Mitte der 60er Jahre aus den Kochtöpfen verschwunden, weil sie aufgrund der niedrigen Erträge und des großen Arbeitsaufwands nicht mehr angebaut wurde. Lediglich in der Wawilow-Genbank in St. Petersburg schlummerten einige Samen, die 2006 wiederentdeckt wurden. Nach jahrelanger Vermehrung wird die uralte Nahrungspflanze jetzt wieder angebaut und findet ihre Liebhaber – beispielsweise Georg Barta, der Wirt des Diefenbacher Gasthauses „Zum Ochsen“.

Georg Barta vom Diefenbacher Gasthaus „Zum Ochsen“ vertraut auf Alblinsen.

Georg Barta vom Diefenbacher Gasthaus „Zum Ochsen“ vertraut auf Alblinsen.

Barta ist begeistert über seine jüngste Zutat: Späths Alblinse II, mit dem Spitznamen „Die Kleine“. „In den 60er Jahren war alles, was aus Amerika kam, toll, auch die amerikanische Erbse, die schnell unsere heimischen Sorten verdrängt hat. Statt Linsensuppe gab es Erbsensuppe. Wer Linsen haben wollte, musste das ursprünglich lokale Produkt aus Asien beziehen“, erinnert sich Barta. Er setzte deshalb schon in der Vergangenheit auf die Enzkreis-Linse auf Basis der französischen Berglinse, die in Iptingen angebaut wird und viel intensiver schmecke. Noch mehr freut er sich auf die Neuauflage der Ur-Linse von der Alb. „Die muss ich vorher nicht einmal einweichen und sie nur 15 Minuten kochen, auf keinen Fall länger. Da kann keine Tiefkühl-Pizza mithalten.“

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