„Aus dem Nichts sind alle auf uns los“

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Version der Opfer klingt ganz anders als Geschichte der Angeklagten – Hat ein Schuh eine Rolle bei einem brutalen Überfall gespielt?

Pforzheim. Ein Schuh-Streit und eine angebliche Provokation als Auslöser für den brutalen Überfall auf zwei junge Männer am 14. Oktober 2017 im Schlosspark? Die Opfer erzählten am Mittwoch in der Prozessfortsetzung um besonders schweren Raub und Körperverletzung vor der Großen Jugendkammer des Landgerichtes Karlsruhe in Pforzheim ihre Geschichte – und die lautete ganz anders als die der sechs Angeklagten aus Afghanistan, Syrien und Deutschland.

Die beiden Opfer, 19 und 20 Jahre alt, hatten gefeiert, im „Sägewerk“ und im „Salt&Pepper“, bevor sie sich in der Nacht auf Samstag um 4 Uhr morgens, müde und angeheitert von ein paar Bierchen, auf den Weg nach Hause machten. Dabei wählten sie den schnellsten Weg durch den Schlosspark anstelle der Straße über den Schlossberg – eine unglückliche Entscheidung, wie sich im Nachhinein zeigte. „Wir sind an einer Gruppe vorbeigegangen. Die haben irgendetwas zu uns gesagt. Ich habe meinem Freund gesagt, dass wir weitergehen sollen. Aus dem Nichts sind alle auf uns los“, berichtete der 19-Jährige aus Pforzheim von einer plötzlichen Attacke auf ihn. Alle, das sind die angeklagten fünf Männer aus Afghanistan und Syrien, 17 bis 25 Jahre alt, sowie eine 18-jährige Deutsche.

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