Auricher Bluttat: „Nie und nimmer damit gerechnet“

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Beraterin des Jugendamts und Familienhelfer sagen als Zeugen aus

Vaihingen/Heilbronn (aa). Der Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Heilbronner Landgerichts gegen den Vater, der am 18. Februar seine beiden Buben in der Auricher Wohnung getötet haben soll, wird sich nach Einschätzung des Vorsitzenden Richters Roland Kleinschroth unter Umständen über den 12. Dezember hinaus hinziehen. In dieser Woche wurden unter anderem eine Sozialarbeiterin des Jugendamtes, ein Familienhelfer und die Leiterin des Kinderhauses, in dem die Jungen betreut wurden, als Zeugen vernommen.

Der Vater hatte im Juni 2016 Rat beim Jugendamt gesucht. „Er kam traurig, fragend, suchend von sich aus zur Orientierungsberatung, um sich Hilfe zu holen, denn er wollte verhindern, dass die Mutter mit den Kindern nach Russland geht. Er wollte meiner Ansicht nach die Probleme lösen“, berichtet die Sozialarbeiterin. Das getrennt lebende Paar – er Spanier, sie Russin – sei einen Tag später gemeinsam ohne Anmeldung nach einem Streit ins Amt geplatzt. Auch habe es einen Anruf aus dem Kinderhaus gegeben: Die vier beziehungsweise fünf Jahre alten Kinder würden sich auffällig verhalten, die Familie brauche Hilfe.

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