Aufatmen nach dem Frostschock

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Serie, Teil 2: Unsere Zeitung begleitet Wengerter Martin Werthwein auf dem heiklen Weg zum besonderen Jahrgang 2017

Die tiefen Minusgrade vom April haben die Weinbauregion hart getroffen. Es drohen erhebliche Ertragseinbußen. Das Mühlacker Tagblatt schaut dem Diefenbacher Weinexperten Martin Werthwein nach dem Frostschock bis zur Lese im Herbst in loser Folge bei der Arbeit über die Schulter.

Aufatmen nach dem Frostschock

Das ist doch die Höhe: Martin Werthwein „gipfelt“ im Diefenbacher König Routen, die hoch hinaus wollen. Neben diesem speziellen Rückschnitt gibt es nach dem Frostschock vom April in den Weinbergen zurzeit viel zu tun. Ob sich die ganze Mühe lohnt, weiß ein Wengerter auch jetzt noch nicht, schließlich gibt es außer dem Frost noch viele weitere Gefahren, die die Trauben bedrohen. Fotos: Disselhoff

Sternenfels-Diefenbach. Martin Werthwein atmet auf, als er vom Zustand der Reben der Weingärtnergenossenschaft Diefenbach berichtet. „Es sieht nicht schlecht aus im westlichen Stromberg. Wenn sich die Trauben gut weiterentwickeln, dann läuft es zumindest bei uns auf einen gemäßigten Normalertrag hinaus“, zieht der 58-Jährige nach den verheerenden Frosttagen vom April eine erste Zwischenbilanz. Unmittelbar nach der Kälte hatten die Diefenbacher Wengerter auf ihrer 17 Hektar großen Rebfläche noch mit einem Ertragsausfall von 30 bis 50 Prozent gerechnet. Diese Zahlen sind jedoch überholt, „die Ernteausfälle gehen bei uns gegen Null“. Das erspart Werthwein und seinen Kollegen jede Menge Papierkram, weil sie sich aufwendige Anträge auf Kompensationszahlungen jetzt schlichtweg sparen können. Das Land hatte die Frostschäden schnell als Naturkatastrophe deklariert und Hilfsgelder in Millionenhöhe in Aussicht gestellt.

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