Auf die Beziehungen konzentriert

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Theatertage: Stuttgart ist mit „Kasimir und Karoline“vertreten

Pforzheim. Der Schauplatz ist München und dort das Oktoberfest zu Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Tragik vor buntem Hintergrund, das ist das Stichwort, wenn von Ödön von Horváths Volksstück „Kasimir und Karoline“ die Rede ist. Die Tragik kommt in der vom Staatsschauspiel Stuttgart bei den Baden-Württembergischen Theatertagen im Großen Haus des Theaters Pforzheim präsentierten, auf die Beziehungen konzentrierten Aufführung durchaus zum Vorschein, wenn der bunte Hintergrund auch nur angedeutet wird.

Kasimir hat seine Arbeit als Chauffeur verloren, und so glaubt er auch sein persönliches Glück verloren. Düster sind die Zeiten, die Arbeitslosigkeit steigt. Die armen Leute suchen Vergessen im Rummel, sie spülen ihr Elend im Bierzelt hinunter. Eine solche, die sich amüsieren, aber nicht meditieren will, ist auch Karoline. Dagegen sieht der schwerfälligere und nachdenklichere Kasimir die Verhältnisse, wie sie nun einmal sind. Er hat keine Arbeit mehr und auch kein Geld. Was soll er dann auf dem Oktoberfest – sich betäuben? Und so trennen sich die zwei, die vielleicht „zu schwer füreinander“ sind, wie Karoline meint. Sie vergnügt sich mit Schürzinger, einem Zuschneider, lernt Kommerzienrat Rauch kennen, der ihr einige Wünsche erfüllt, um bei ihr zum Ziel seiner Wünsche zu kommen, was allerdings eine Herzattacke verhindert. Er trifft mit dem Merkl Franz zusammen, einem Ganoven, der Autos knackt, und mit dem Merkl Franz seiner Erna, einer Dirne, die nicht abgeneigt ist, den Zuhälter zu wechseln.

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