Auf der Suche nach den Radwegen

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Pforzheim (pm). Brennpunkte des Pforzheimer Radverkehrs hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) besichtigt. In Pforzheim gebe es kaum Radwege, heißt es in einer Mitteilung. Deshalb seien die rund 40 Aktiven von VCD und Critical Mass mit Ferngläsern und Lupen unterwegs gewesen, um die wenigen Wege und Beschilderungen zu suchen.

„Schon 2009 wollte der Gemeinderat mit dem Verkehrsentwicklungsplan den Radverkehr fördern. Die Bürgerbeteiligung des Masterplans forderte ebenfalls mehr Radwege. Doch passiert ist wenig“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest. Die Ziele des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) seien verfehlt worden, beklagt der VCD. Die Stärkung des Radverkehrs und des ÖPNV, wie im VEP festgelegt, sei nicht erfolgt, der Autoverkehr habe weiter zugenommen. Vor der Entscheidung des Gemeinderats über das Realisierungsprogramm für den Radverkehr betonte der VCD, dies sei ein richtiges und wichtiges Programm. Die Prioritätenliste müsse zügig realisiert werden, gerade die kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen. Die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann (Bündnis90/Grüne), die an der Aktion teilnahm, sagte: „Immer mehr Menschen steigen aufs Rad um, dazu bedarf es aber auch sicherer Radwege. Das Land unterstützt die Kommunen mit Fördergeldern für den Ausbau der Radinfrastruktur.“ Am Hauptbahnhof wurde der neue Radkäfig besichtigt, eine Abstellmöglichkeit für bis zu 100 Räder. In der Bahnhofsunterführung solle der Fuß- und Radverkehr durch farbige Markierungen getrennt werden. Der VCD begrüße die geplante Fahrradstraße in der Ebersteinstraße als künftige Hauptachse der Nord-Süd-Radverbindung. Eine weitere Radwegführung in Ost-West-Achse unterstütze der VCD ebenfalls.

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