Auf den Spuren eines frühen Italienreisenden
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Verlag am Klostertor veröffentlicht Bericht des Maulbronners Nast
Maulbronn. Wenn im Zusammenhang mit Literatur von einer italienischen Reise die Rede ist, wird dem Freund klassischer Werke sofort Johann Wolfgang von Goethe einfallen. Der Dichter setzte seinem Aufenthalt im Land, wo die Zitronen blühen, ein vielgelesenes Denkmal. Doch nicht nur Goethe sammelte im ausgehenden 18. Jahrhundert spannende Eindrücke unter südlicher Sonne. Auch der junge Maulbronner Theologe Christian Nast überquerte im Jahr 1792 die Alpen und hielt seine Erfahrungen schriftlich fest. Mit der Veröffentlichung der durch Kommentare ergänzten Reisebeschreibung ermöglicht Herausgeber Dr. Reto Krüger, der Geschäftsführer der Maulbronner Buchhandlung Krüger, Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt eines jungen Württembergers. Die Publikation „Christian Nast – Eine italienische Reise 1792/93“ knüpft an eine Ausstellung zum selben Thema an, die in der Buchhandlung gezeigt worden war.
Blick ins Buch. Foto: Becker
„Tagbuch meiner Reise“ überschreibt der 1763 als Sohn eines Expeditionsrats in Maulbronn geborene Christian Nast seinen handschriftlich überlieferten Bericht, der sich dem Leser der neuen Edition in transkribierter, mit Erläuterungen versehener Form präsentiert. Der später unter anderem in Dürrmenz und Lienzingen tätige Theologe zählt zu jenen Intellektuellen, die das Sehnsuchtsland magisch anzieht. Der Bruder der als Freundin Hölderlins bekanntgewordenen Louise will eintauchen in die Kultur Italiens. Mit dem kundigen Blick eines Kinds der Aufklärung saugt er Landschaft, Natur, Kultur und die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen in sich auf und lässt den Leser seiner leider nur unvollständig erhaltenen Berichte an seinen Erkenntnissen teilhaben.
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