Auf den Spuren des Mörders Wagner
Archiv
Mühlacker-Mühlhausen (pm). Am Freitag, 14. Februar, bietet die Volkshochschule Mühlacker in Kooperation mit dem Historisch Archäologischen Verein der Stadt die Möglichkeit, Einsicht in die umfangreiche Dokumentensammlung zum Mühlhäuser Massenmörder zu nehmen. Am 4. September 2013 jährte sich zum 100. Mal das „Drama von Mühlhausen“, verursacht durch den schwäbischen Hauptlehrer Ernst August Wagner, dem „Mordbrenner aus Degerloch“ (wir berichteten). Der bis dahin unauffällige Wagner tötete zuerst seine Frau und vier Kinder in seiner Degerlocher Wohnung und fuhr anschließend nach Mühlhausen, wo er die aus ihren Häusern flüchtenden Menschen erschoss. Neun Menschen starben, weitere zehn wurden zum Teil schwer verletzt. Eine Fülle von Texten, vom Gutachten über Zeugenaussagen bis hin zur medialen Verarbeitung, lagert zu dem Fall in verschiedenen Archiven. Das Staatsarchiv Ludwigsburg birgt die meisten Dokumente zu Wagners Wahnsinnstat. Die Gruppe der Volkshochschule wird das Staatsarchiv Ludwigsburg besuchen. Unter Leitung von Referatsleiter Dr. Martin Häußermann erhalten die Teilnehmer Einsicht in das umfangreiche Material. Am Samstag, 15. Februar, bietet die Volkshochschule Mühlacker eine thematisch entsprechende Führung durch Mühlhausen an. In dem Versuch zu verstehen, was vor 100 Jahren geschah, nimmt Stadtführerin Claudia Lang die Teilnehmer mit auf einen Rundgang auf den Spuren des „Mordbrenners“ durch den heute so beschaulichen und idyllischen Ort.
Weitere Informationen und Anmeldung bei der Volkshochschule Mühlacker unter der Telefonnummer 07041/876300 oder im Internet unter www.muehlacker.de/vhs.
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