Auf Skiern in die Schule

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Auftaktfilm der Reihe „Leben, Lernen, Lehren“

Pforzheim. Der eine muss auf Skiern den verschneiten Abhang hinunter, die andere durch das immer noch atomar belastete Gebiet in der Region um Fukushima: Den mitunter äußert schweren Weg zur Lehranstalt von 16 Kindern auf fünf Kontinenten beleuchtet der Dokumentarfilm „Nicht ohne uns“, der am Montagabend vor exakt 110 Zuschauern im Beisein des Produzenten und bekannten Schauspielers Walter Sittler seine Premiere im Kommunalen Kino Pforzheim feierte. Das Werk der Regisseurin Sigrid Klausmann, über das im Anschluss an die Vorführung noch diskutiert wurde, war der Startschuss für die fünfte Staffel von „Leben, Lernen, Lehren“, die mit den themenrelevanten Filmen „La marche à suivre – Guidelines“ (6. Februar) und „Mein Leben als Zucchini“ (20. Februar) ihre Fortsetzung findet. Gilt Bildung allgemein als eine der mächtigsten Waffen des Planeten, so ist es auf der Erde nicht überall gleichermaßen einfach, an diese heranzukommen, so Dietrich Gerhards, Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Pforzheim-Enzkreis, der mit Bernd Rechel vom Bildungsverein Goldader als Pate für die seit 2002 existente Filmreihe fungiert. Von der Elfenbeinküste bis in die USA und von Laos bis in die Schweiz reicht der Querschnitt an unterschiedlichen Ländern, in denen „Nicht ohne uns“gedreht wurde.

Auf Skiern in die Schule

Kino-Geschäftsführerin Christine Müh, Bernd Rechel (Mitte, Vorstand Bildung Goldader) und Dietrich Gerhards (Vorstand Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Pforzheim-Enzkreis). Foto: Jähne

Dabei ist der Weg in die Schule für viele Kinder weitaus mehr als eine kurze Busfahrt oder ein paar Schritte um die nächste Ecke, ist sich Gerhards bewusst: Um Lesen und Schreiben zu lernen, nehmen die Schüler nicht nur Tagesmärsche oder andere Strapazen auf sich, sondern setzen sich zudem nicht selten gefährlichen Bedingungen aus. „Dabei will der Film nicht nur zeigen, dass Bildung den sichersten Weg aus der Armut hinaus bedeutet, sondern auch, dass wir mit unseren natürlichen Ressourcen und Bedingungen schonender umzugehen haben“, so der GEW-Vorstand. Die 90-minütige Doku wird nochmals am 30. und am 31. Januar im Kommunalen Kino zu sehen sein.

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