Auf Novalis’ Spuren
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Vortrag und Rezitation beleuchten Leben und Werk eines frühromantischen Dichters
Maulbronn (pm). Der deutsche Schriftsteller und Philosoph Novalis, 1772 als Friedrich von Hardenberg geboren, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die unter dem Titel „Fern im Osten wird es helle“ im Maulbronner Hölderlin-Haus der Anthroposophia stattgefunden hat.
Der musikalisch mit einer kleinen Sonate von Ludwig van Beethoven eröffnete Abend wurde gestaltet von den beiden Künstlerinnen Ulrike Wälde (Rezitation) und Corinna Gleide. Letztere berichtete in ihrem Vortrag vom Werden des zarten, kränklichen und verträumten Kindes, das nach einer tödlichen Erkrankung im neunten Jahr sich zum hochbegabten, wissbegierigen Knaben entwickelte, der nach dem Schulabschluss entsprechend seiner poetischen Neigungen in Jena (Friedrich Schiller) und Leipzig (Friedrich Schlegel) studierte, bis der Vater, Freiherr Erasmus von Hardenberg, vom 21-Jährigen ein juristisches Studium in Wittenberg mit praktischem Abschluss im Kreisamt Tennstedt/Thüringen erbat. Der Junior sollte ihm in den Kursächsischen Salinen, deren Direktor er geworden war, zur Seite stehen. Auf einer Dienstreise lernte Friedrich die zwölfjährige Sophie von Kühn kennen, die er zu seiner Braut erwählte. Doch nach tödlicher Erkrankung starb sie am 9. März 1797. Auf ihrem Grab erlebte er, wie Gleide berichtete, am Ostersonntag ihre geistige Anwesenheit als Auferstehungskräfte. Dort sei ihm die Möglichkeit geschenkt worden, Einblicke in geistige Welten zu gewinnen. In der kurzen Zeit bis zu seinem frühen Tod am 25. März 1801 habe er ein großes Gesamtwerk geschaffen.
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