Auf Achse für die gute Sache

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Eine Spendentour führt Thomas Knapp und Walter Franz nach Armenien – Schwäbisches Nationalgericht für Suppenküchenbesucher

Möglicherweise wartet die größte Herausforderung erst am Ziel der Reise. 550-mal werden Thomas Knapp und Walter Franz erklären müssen, was es mit Linsen und Spätzle auf sich hat. Doch hinter ihrer gestern angetretenen Fahrt nach Armenien verbirgt sich weit mehr als ein kulinarischer Austausch.

Auf Achse für die gute Sache

Unter anderem 80 Kilogramm Spätzle haben Thomas Knapp (Mitte) und Walter Franz (re.) im Gepäck. Vor allem aber bringen die beiden Armenien-Fahrer die auf dem Foto zu sehenden Fahrzeuge nach Eriwan. Eine Karte auf Papier, wie sie Michael Uibel vom Landesverband des Roten Kreuzes in die Kamera hält, benötigen die Reisenden dank moderner Kommunikationsmittel nicht mehr. Foto: Becker

Mühlacker. Gutes tun liegt angesichts der Not vieler Menschen in Armenien nahe, was allerdings für das Ziel der Spendentour der beiden Mühlackerer nicht unbedingt gilt: Um die Hauptstadt Eriwan zu erreichen, werden sie zunächst gut 2000 Kilometer bis Burgas in Bulgarien zurücklegen, ehe sie binnen 60 Stunden auf einer Fähre das Schwarze Meer überqueren, um dann von Batumi in Georgien aus weitere 444 Kilometer lang auf die Pferdestärken eines VW T4 Syncro und eines VW Touran zu setzen. Die Letztgenannten sind die eigentlichen Hauptdarsteller der am Dienstagnachmittag begonnenen Tour. „Wir sind sehr dankbar, dass Thomas Knapp und Walter Franz die beiden Fahrzeuge, die uns von der DRK-Bergwacht Württemberg überlassenen wurden, nach Armenien überführen, wo sie im dortigen Fuhrpark dringend benötigt werden“, betonte kurz vor Beginn der Reise Michael Uibel vom DRK-Landesverband Baden-Württemberg, der für Auslandsprojekte zuständig ist. Seit dem schweren Erdbeben in der damaligen Sowjetrepublik im Dezember 1988 unterhalte der Landesverband enge Beziehungen mit Armenien, seit 1991 bestehe eine Partnerschaft mit dem dortigen Roten Kreuz. Zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen seien mit Leben erfüllt worden, unter anderem werde in Eriwan seit bald 25 Jahren eine Suppenküche für Bedürftige betrieben, in der diese von Oktober bis Mai montags bis freitags gratis verköstigt würden. In der Zentrale und drei Außenstellen würden täglich etwa 550 Portionen ausgegeben.

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