Auch hinter Gittern darf gejubelt werden

Archiv

Die Häftlinge in Heimsheim können sogar spät in der Nacht die Weltmeisterschaft verfolgen

Heimsheim. 451 Erwachsene – über die Hälfte davon Deutsche, gefolgt von türkischstämmigen und italienischen Männern – verbüßen derzeit in der Justizvollzugsanstalt Heimsheim ihre Haftstrafe. In Sachen WM läuft es hinter Gittern aber fast so ab wie „draußen“. „Unsere Gefangenen können die Spiele, wenn sie nicht arbeiten müssen, sondern Freizeit haben, ansehen“, teilt die JVA auf Anfrage unserer Zeitung mit. Dabei haben die Männer angesichts der Anstoßzeiten in Brasilien sogar die Möglichkeit, die 18-Uhr-Spiele gemeinsam zu verfolgen. Denn: Abends gibt es die sogenannte „Abteilungsfreizeit“. In dieser Zeit stehen alle Hafträume offen, und die Insassen können die Spiele gemeinsam in ihren Zellen verfolgen. Gegen 21 Uhr ist in Heimsheim Einschluss. Ab dann können Häftlinge, die einen Fernseher auf der Zelle haben, weiter mit den Mannschaften mitfiebern. Da alle Strafgefangenen in Heimsheim zur Arbeit verpflichtet sind, können sie sich von einem Teil des Gehalts einen Fernseher kaufen oder mieten.

Die Justizvollzugsanstalt Heimsheim.

Die Justizvollzugsanstalt Heimsheim. Foto: privat

Ihnen steht es frei, auch die Spiele um Mitternacht oder auch die noch späteren anzuschauen – morgens müssen sie eben fit sein. Fakt ist: Es funktioniert. Gegen Arbeitsverweigerungen wegen WM-bedingter Übermüdung mussten die Beamten jedenfalls noch nicht vorgehen.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen