Asiatischer Schädling im Anflug

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Weinbauern befürchten Schäden durch die Kirschessigfliege – Köderfallen sollen Aufschluss über Gefährdungspotenzial geben

In Südbaden ist sie bereits ein Problemfall, jetzt befürchten Weinbauern zwischen Mühlhausen und Knittlingen, dass sich die Kirschessigfliege auch in ihren Weinbergen ausbreitet und Larven in die fast reifen Trauben legt, was einen Teil der Ernte gefährden könnte.

Reife rote Beeren wirken wie Magneten auf Kirschessigfliegen. Foto: Goertz

Reife rote Beeren wirken wie Magneten auf Kirschessigfliegen. Foto: Goertz

Enzkreis. „Wir haben inzwischen Köderfallen aufgehängt, mit denen wir ein eventuelles Auftreten des Schädlings überwachen können“, berichtet Markus Scholl von der WG Knittlingen. Sollten sich in den Gläsern mit durchlöchertem Deckel, die mit einem Apfelessig-/Wassergemisch gefüllt sind, größere Mengen von Kirschessigfliegen finden, bleibt den Wengertern nicht mehr viel Zeit. „Für die Bekämpfung der Kirschessigfliege gibt es zwar ein auch für den biologischen Anbau zugelassenes Mittel, aber wir haben ein extrem enges Zeitfenster“, sagt Scholl. Denn zwischen dem Einsatz des Schädlingsbekämpfungsmittels und der Lese muss eine Wartezeit eingehalten werden. „Die Trauben sind jetzt schon sehr weit“, berichtet Scholl, der damit rechnet, dass die Lese schon zwischen dem 15.und 20.September starten kann. „Dann müssen wir bis spätestens 5.September das Mittel gespritzt haben, damit es sich vor der Ernte abgebaut hat. Das wird eng.“ Zumal es im gesamten Gebiet eingesetzt werden muss. „Es bringt nichts, die Kirschessigfliege nur punktuell zu bekämpfen“, so Scholl.

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