Arnold hakt nach in Sachen Überwachung
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Knittlingen (cb). Von vermehrt auftretenden Sachbeschädigungen im Umfeld des Knittlinger Busbahnhofs berichtet der SPD-Stadtrat Michael Arnold, der sich angesichts des „unsäglichen Treibens dort und in unserer ganzen Stadt“ nicht tatenlos zurücklehnen will. Er hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet und möchte erfahren, wie weit die von einer Mehrheit im Gemeinderat angestrebte Videoüberwachung vorangeschritten ist, für die im März 2019 ein Konzept auf den Weg gebracht worden sei. Derzeit würden Planungsunterlagen vorbereitet, die an den Landesdatenschutzbeauftragten geschickt würden, teilt Hauptamtsleiter Stephan Hirth unserer Zeitung mit. Sollte es grünes Licht geben, erhoffe sich die Stadt eine deutliche Verbesserung. Allerdings seien in den vergangenen Wochen und Monaten vergleichsweise wenige Fälle von Vandalismus aufgetreten. Einige wilde Müllablagerungen seien zu verzeichnen gewesen. Dass nun wieder Scheiben am Busbahnhof zerstört worden seien, sei freilich äußerst ärgerlich. Hoffnung mache, dass vom 1. Juli an der Gemeindevollzugsdienst mit zwei 100-Prozent-Stellen besetzt sei. Zudem fahre die City Streife weiterhin neuralgische Punkte an. Erfreulich ruhig sei es seit über einem Jahr auf der ehemals als Rennstrecke missbrauchten Bertha-Benz-Straße.
In einer weiteren Anfrage an die Stadtverwaltung hat Michael Arnold die öffentliche Toilette am Rathaus-Parkhaus thematisiert. Diese sei seit Monaten nicht zugänglich. Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister und den anderen Amtsleitern sei beschlossen worden, die WC-Anlage zunächst geschlossen zu lassen, sagt Stephan Hirth. Ein wichtiger Grund dafür sei der durch Corona erheblich gesteigerte Reinigungsaufwand. Auch wolle man nicht riskieren, dass sich Warteschlangen bildeten. Zudem wolle man Gruppen, die sich rauchend und Alkohol konsumierend im Garagenbereich aufhielten, keinen zusätzlichen Anreiz bieten. Bürgermeister Heinz-Peter Hopp ergänzt: Schon vor Corona hätten Vandalen am WC Feuer gelegt und es mutwillig verstopft. Auch seien Autos beschädigt und Frauen angepöbelt worden. Die Anlage könne bei größeren Veranstaltungen in Betrieb genommen werden, müsse ansonsten aber bis auf weiteres geschlossen bleiben.
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