Appell vor tragischem Hintergrund

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Stadt verweist auf Hilfsangebote, die bei häuslicher Gewalt in Anspruch genommen werden können

Mühlacker (pm). Die Ermordung einer syrischen Mutter hat nicht nur in der Stadtverwaltung Mühlacker tiefe Betroffenheit ausgelöst, sondern auch im Kreis von Flüchtlingen und Betreuern. „Das Familiendrama hat niemand in dieser Dramatik absehen können“, so die Integrationsbeauftragte der Stadt, Leila Walliser. „Auch wir sind erschüttert, und insbesondere den Kindern gilt unser tiefes Mitgefühl und Beileid“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Nun gelte es, mit den Geschehnissen umzugehen und verstärkt Hilfestellungen und Kontaktmöglichkeiten anzubieten. So hätten die vier Kinder, die ihre Mutter verloren haben, aus Spendenmitteln der Arbeitsgemeinschaft der Mühlacker Wohlfahrtsverbände unbürokratisch Unterstützung erhalten. „Wir sind in Mühlacker eine vielfältige Stadt-Gemeinschaft und akzeptieren einander mit allen – auch kulturellen – Unterschieden“, betont Walliser.

Oberbürgermeister Frank Schneider legt Wert auf die Feststellung, dass dieses Zusammenleben durch demokratische Gesetze geregelt wird. „Wer sich nicht an diese hält, hat rechtliche Konsequenzen zu erwarten.“ Daher seien auch jegliche Formen der Selbstjustiz scharf zu verurteilen. „In Deutschland ist häusliche Gewalt in jeder Form verboten und wird bestraft – egal, ob sie von Menschen deutscher Herkunft oder Menschen mit Migrations- beziehungsweise Fluchthintergrund begangen wird.“

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