Antikes lockt in die Goldstadt
Archiv
Verkaufsoffener Sonntag stößt auf große Resonanz – Baustelle stört Tausende Besucher nicht
Pforzheim. Am späten Vormittag genießt die Pforzheimerin Margit Birkholz an ihrem Standort am Leopoldplatz noch die Ruhe – wenige Minuten später, als auf der Bühne die siebte Auflage des „Goldstadtfiebers“ mit verkaufsoffenem Sonntag eingeläutet wird, ist bei der Anbieterin von alten Weingläsern und anderen Relikten wegen des Lautstärkepegels eher Zeichensprache als verbales Feilschen angesagt.
Anziehungspunkt: Die Antikmeile ist eine der Attraktionen beim Goldstadtfieber. Foto: Roth
Die Antikmeile, die mutmaßlich dank des schönen Wetters einen sprunghaften Anstieg der Ausstellerzahl von 50 auf 80 erlebte, ist eine der Attraktionen am Einkaufssonntag. Doris Mutter, die „seit 30 Jahren“ auf Flohmärkten in der Region gespendete Antiquitäten verkauft, um insgesamt acht Tierheime zu unterstützen, bietet unter anderem einen Zottellöwen als Stofftier an. „Pforzheim ist nicht so einfach, den Leuten muss man das Geld aus der Tasche ziehen“, sagt ein Verkäufer aus Offenburg. Könnte aber auch daran liegen, dass er nur mit Möbeln angereist ist. Geschirr und Dekoration gehen dagegen immer. An den Anblick der mit einem eigenen Kult umwehten Saftgläser und Salzstangen-Schälchen aus den 1950er-Jahren müssten sich die Leute aber erst gewöhnen meint die Heilbronnerin Uschi Haller. „Aber dafür gibt es Liebhaber“, hofft sie.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen