Antike Tragödie mit modernem Schliff

Archiv

Seminarschüler spielen „Antigone“ – Kurrende gestaltet geistliches Konzert in der Klosterkirche

Maulbronn. ,,Eigensinn macht unbelehrbar“, darum ging es am Wochenende in der Tragödie ,,Antigone“ von Sophokles, die die Theater-AG des Evangelischen Seminars Maulbronn auf die Bühne brachte. Unter der Regie des Griechisch- und Lateinlehrers Tobias Utz fanden am Freitag- und Samstagabend im Laienrefektorium des Klosters Aufführungen statt.

Ausdrucksstark: Esther Geiger und Vincent Hamann als Antigone und Kreon.

Ausdrucksstark: Esther Geiger und Vincent Hamann als Antigone und Kreon. Foto: Huber

In dem rund 400 Jahre vor Christus entstandenen Drama geht es um die junge Antigone, die sich gegen die weltliche Autorität auflehnt, um ihrem Bruder eine angemessene Bestattung zu verschaffen. Antigone ist die Schwester von Ismene, Polyneikes und Eteokles, die König Ödipus mit seiner Mutter gezeugt hat. Die Handlung setzt ein, nachdem ihre Brüder Polyneikes und Eteokles im Kampf um den Thron gestorben sind und Kreon, der nächste Verwandte und neue König über Theben, Polyneikes’ rituelles Begräbnis verbietet. Damit verweigert er ihm den Einzug ins Totenreich. Kreon, gespielt von Vincent Hamann, der den König als autoritär und entschlossen verkörperte, verhängt die Todesstrafe für jeden, der versucht, den Leichnam zu begraben. Esther Geiger spielte Antigone, die den Leichnam ihres Bruders begräbt und zum Tode verurteilt wird. Sie zeichnete die Hauptfigur als energische, teils kühle, teils emotionale Persönlichkeit.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen