Anspruchsvolle Werke meisterhaft interpretiert
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Das „Lotos String Quartet“ gastiert beim „Musikalischen Sommer“ in Lienzingen
Mühlacker-Lienzingen. Mit drei Kompositionen aus dem 18. und 19. Jahrhundert gastierte das „Lotos String Quartet“ in der Lienzinger Frauenkirche. Sie bot mit ihrer Holztonnendecke und der daraus resultierenden hervorragenden Akustik den passenden Rahmen für die Matinee.
Zum Auftakt hörten die Besucher das Streichquartett C-Dur, op. 20 Nr. 2 von Joseph Haydn. Es ist eines der sechs sogenannten „Sonnenquartette“, die der Komponist, damals Erster Kapellmeister der Fürsten Esterházy im Schloss Esterháza am Neusiedler See, 1772 geschrieben hat und die zwei Jahre später veröffentlicht wurden. In diesen Werken erweist sich Joseph Haydn mit seinem Einfallsreichtum und seiner Experimentierfreude geradezu als Avantgardist in der damaligen Musikgeschichte. Zum einen wird das Cello sozusagen emanzipiert, zum anderen bildet eine vierthemige Fuge – die längste und aufwendigste der drei in seinem op. 20, das einer Spielerei mit Synkopen gleicht – das Finale, eine Neuheit im 18. Jahrhundert. Beschwingt und heiter, durchaus aber auch ernst und zuweilen artifiziell interpretierte das „Lotus String Quartet“ mit Sachiko Kobayashi, Mathias Neundorf (beide Violine), Tomoko Yamasaki (Viola) und Chihiro Saito (Violoncello) das rund 20-minütige Werk.
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