Angst vor Kindern?
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Teilnehmer einer Kundgebung in Pforzheim verlangen Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland. Redner appellieren für ein humanes Europa und ein Engagement der Stadt.
Pforzheim. Angesichts des Schicksals der Flüchtlinge in Griechenland haben in Pforzheim am Sonntagabend knapp 200 Menschen dafür demonstriert, dass Pforzheim zu einem „sicheren Hafen“ werden soll. Eingeladen zur Aktion hatten die Organisation „Seebrücke Pforzheim“, die Kirchen, die Gewerkschaft IG Metall sowie die Parteien SPD, Linke und Grüne.
Knapp 200 Teilnehmer an der Demonstration in Pforzheim wehren sich gegen eine Abschottung Europas gegenüber Flüchtlingen. Foto: Friedrich
Die Bilder aus Moria sind noch immer präsent, und die Redner schilderten sie am Sonntag mit teils drastischen Worten. Bilder, die zeigen, wie Menschen auf der Straße leben müssen, denen es an allem mangelt, Bilder von Kindern im Grundschulalter, die Krampfanfälle und Brandwunden erlitten haben, nachdem griechische Beamte Pfefferspray gegen sie eingesetzt hatten. Dass Pforzheim unter dem Eindruck eben solcher Bilder zum sicheren Hafen werden sollte – also zu einer Stadt, die freiwillig Flüchtlinge aufnimmt – dafür haben sie sich alle ausgesprochen, nicht nur die diversen Redner am Mikrofon, sondern auch die Demonstranten auf dem Marktplatz. Sie sagten auf Plakaten und Bannern „Nein zur Festung Europa“ und „Wir haben Platz“, plädierten für „Solidarität, Empathie und Menschlichkeit“ oder gaben zu bedenken: „Kein Mensch ist illegal“. Es sei, so Christof Weisenbacher von der Gemeinderatsfraktion „Wir in Pforzheim“, ein „wichtiges Zeichen“, das mit der Aktion gesetzt werde. „Ich denke, nachdem Europa versagt, müssen die Städte handeln“, so Weisenbacher.
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