Angler sitzen auf dem Trockenen

Archiv

Mühlacker. Rund zehn Zentner Karpfen mussten die Mitglieder des Angelsportvereins Mühlacker in kühleres Nass umquartieren. Die steigenden Wassertemperaturen im Wullesee wurden für die Tiere lebensbedrohlich.

Anstatt sprudelnder Quelle erinnert zurzeit nur noch eine kleine Pfütze daran, dass dies mal ein See war. Der Boden, ausgetrocknet und aufgerissen, bietet einen traurigen Anblick.

Anstatt sprudelnder Quelle erinnert zurzeit nur noch eine kleine Pfütze daran, dass dies mal ein See war. Der Boden, ausgetrocknet und aufgerissen, bietet einen traurigen Anblick.

„Bei Temperaturen von 28/29 Grad vor etwa vier Wochen war endgültig Schluss, wir mussten handeln“, berichtete Hermann Fasching, der Vorsitzende des Angelsportvereins Mühlacker. „Ich habe umgehend beim Landratsamt angerufen und die Genehmigung zum Ablassen des Sees eingeholt.“ Ohne Zustimmung der Behörde wäre das nicht erlaubt, denn eine solche Maßnahme sei ein Eingriff in den öffentlichen Wasserhaushalt. „Als Hauptübel macht sich beim Wullesee der zunehmend sinkende Grundwasserspiegel bemerkbar. Der See wird durch Quellen gespeist und die haben bei der Wärme nicht mehr geschüttet, der Zulauf versiegte total.“ Das Wasser im See sei von Tag zu Tag weniger geworden. Umso schneller sei die Temperatur im Wasser gestiegen, bis die Notmaßnahme unumgänglich geworden sei. „Beim Abfischen der Brut hat uns noch ein Fischreiher geholfen, es sei ihm gegönnt“, erinnerte sich Fasching an den eigentlich unerwünschten Gast. Im kühlen Kürnbachsee, einem Pachtsee des Vereins, konnten sich die Tiere von dem Stress erholen. Nur wenige hätten die Tortur nicht überstanden. Die übrigen blieben nun dort bis ans Ende ihrer Tage, eine Rückkehr in den Wullesee gebe es nicht.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen