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Ötisheim nimmt einen Kredit auf und legt das Geld zu viel besseren Konditionen an
Ötisheim. Die Corona-Krise trifft auch die Finanzen der Kommunen im Enzkreis. Ötisheim hat beispielsweise ursprünglich ein Jahresergebnis von 435000 Euro erwartet. „Das geht gegen null oder wird negativ“, berichtete Bürgermeister Werner Henle dem Gemeinderat, wollte aber auch keine Weltuntergangsstimmung verbreiten. „Die Situation wirft uns nicht aus der Bahn. Es gibt viele Hilfs- und Investitionsprogramme des Bundes und des Landes.“ Dass es diese nicht zum Nulltarif gebe, sei auch klar. „Der Staat wird sie über Steuern refinanzieren, das ist nicht in ein, zwei Jahren gegessen.“
Wie heftig der Einbruch ist, stellt der Gemeindetag in der Prognose der Steuereinnahmen der Kommunen in Baden-Württemberg dar. Laut Schätzung im Oktober 2019 hätten die Einnahmen 16,9 Milliarden Euro betragen. Nach der Schätzung vom Mai 2020 sind es nur noch 14,9 Milliarden. Besonders heftig ist an der Delle ein Einbruch bei der Gewerbesteuer beteiligt. Ötisheim rechnet hier mit einem Rückgang von 2,2 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. „Erfahrungsgemäß zeigt sich erst ab Mitte des Jahres oder im Herbst, welche finanziellen Auswirkungen die Krise auf die Gewerbetreibenden haben wird und somit auf die Gewerbesteuereinnahmen“, machte Henle auf Unschärfen aller Prognosen aufmerksam. „Womöglich müssen wir einen Nachtragshaushalt aufstellen und auch die eine oder andere Investition auf den Prüfstand stellen.“
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