An Stilfrage scheiden sich die Geister
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Fassadensanierung des Rathauses löst Diskussion aus
illingen (fg). Über Geschmack lässt sich bekanntlich gut streiten. Über einen städtebaulichen Stil sogar noch viel besser. Davon zeugte die Diskussion im Illinger Gemeinderat am Mittwoch, bei der es um die Sanierung der Rathausfassade ging. Nach dem Willen der Mehrheit des Rates werden die Trapezbleche durch Holzdruck-Schichtstoffpressplatten ersetzt.
Das Illinger Rathaus stammt aus den 70er-Jahren. Jetzt soll die Fassade saniert werden. Foto: Goertz
Da das Rathaus zum Gebäudekomplex Ortszentrum gehört, gibt die Gemeinde damit das weitestgehend einheitliche städtebauliche Konzept bei der Fassadengestaltung auf, woran sich die Fraktion der Grünen störte, die gegen einen Alleingang in der Gestaltung der Fassade stimmte. Nach Ansicht der Grünen sind die neuen Fassadenelemente ein Stilbruch. Es sei auch nicht damit zu rechnen, dass die Eigentümergemeinschaft „Ortszentrum“ das Sanierungskonzept für ihre Fassaden übernimmt. Um das Problem des Gemeinschaftseigentums zu umschiffen, schlägt die Gemeinde vor, dass sie die Kosten für die von ihr geplante Sanierung nicht auf die Eigentümergemeinschaft umlegt, dafür erwarte sie aber im Gegenzug, dass die Gemeinde keinerlei Kosten tragen muss für die Sanierung von Fassaden- und Dachelementen, die nicht mit dem Rathaus verbunden sind.
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