Alles anders macht der Mai
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Der Wonnemonat beginnt nicht wie gewohnt mit Festen und Ausflügen, aber mit kreativen Aktionen und teils gelungenen Scherzen
Der 1. Mai im Zeichen von Corona: Dem Virus ist es gelungen, die traditionellen Feste und Kundgebungen auszubremsen. Doch die Menschen in der Region kontern mit Kreativität. Die Polizei berichtet von nur wenigen Ausrutschern.
Franziska und Torsten Riexinger hängen mit ihren Kindern die Wimpel an der Kelter in Lienzingen auf.
Enzkreis/Pforzheim (cb/vh/pm/pol). In Ötisheim tröstete immerhin der Anblick eines geschmückten Maibaums über den Ausfall der traditionellen Veranstaltungen hinweg. Vielerorts wie in Lienzingen war selbst auf dieses Symbol verzichtet worden, dafür erwiesen sich die Bewohner des Stadtteils allerdings als besonders kreativ. Im Rahmen eines Projekts von „Herzenssache Lienzingen“, Männergesangverein Freundschaft und KIDsClub Lienzingen wurde die Kelter geschmückt. Zuvor war der Aufruf an Familien ergangen, aus Markisenstoff Wimpel zu gestalten. „Ich bin ganz begeistert, wie viel zurückgekommen ist“, kommentierte Franziska Riexinger das Ergebnis. Mit Mann und Kindern brachte sie am Donnerstag gut 500 Wimpel zur Geltung, die sie zu 14 Ketten von rund 140 Metern Länge zusammengenäht hatte. Die Söhne Linus und Mattis hängten Zettel mit Wünschen und Komplimenten zum Abreißen und Mitnehmen aus. Die Lienzinger waren dem Aufruf, der Corona-Tristesse entgegenzuwirken, auch im eigenen Umfeld gefolgt. Fassaden und Vorgärten waren fantasievoll geschmückt worden. Zudem fanden sich an den Straßen Menschen zusammen, um – mit Abstand – gemeinsam Frühlingslieder zu singen.
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