Alles andere als ein Kinderspiel

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Die Teilnehmer des Projekts „Be my Baby – Babybedenkzeit“ haben den Nachwuchs prima versorgt

Mühlacker. Es heißt Abschied nehmen von Chantal, Sandy, Attila und Thaddäus. Aus deren Eltern auf Zeit sind an diesem Freitagvormittag wieder ganz normale Schüler geworden. Ihre „Kinder“ – programmierte Puppen – haben sie abgegeben und sind dafür um eine Praktikumsbescheinigung und viele Erfahrungen reicher.

Am Projekt „Be my Baby – Babybedenkzeit“, das die Diakonie Pforzheim seit einigen Jahren anbietet, hatten sich, wie berichtet, erstmals acht Zehntklässler des Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasiums beteiligt. Die Jugendlichen betreuten seit Dienstag in Zweiergruppen jeweils eine der Hightech-Puppen. Alles andere als ein Kinderspiel: Wenn das Kleine Hunger hat, gewickelt oder getröstet werden will, kennt es keine Rücksicht auf Uhrzeit oder sonstige äußere Umstände. So ist Erleichterung auch das vorherrschende Gefühl bei der Rückgabe der Babys, die mit einer Abschlussbesprechung in den Räumen der Diakonischen Bezirksstelle in Mühlacker einhergeht. Anstrengend seien die Tage gewesen, fasst es Sandys „Mama“ knapp zusammen. Große Worte macht sie nicht, dazu war sie als „Alleinerziehende“ viel zu sehr in Anspruch genommen. Schließlich sei ihr Co-Elternteil ebenso wie ein weiterer Teilnehmer krankheitsbedingt ausgefallen, sagt Jutta Meller von der Diakonie Pforzheim. „Umso bemerkenswerter sind die Ergebnisse der Gruppe.“ Sehr verantwortungsbewusst hätten sich die Schüler gezeigt und in der Computerauswertung des Puppen-Innenlebens Werte oberhalb der 90-Prozent-Marke erzielt. Die unbestechliche Technik halte fest, wie oft auf das aktuelle Bedürfnis des Kindes binnen zwei Minuten angemessen reagiert werde.

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