„Alle Mann zur Dreckrutsche!“
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Mühlacker. Bevor Erzieherin Manuela Burkhard sich am Morgen auf den Weg zur Arbeit macht, ist ein Blick auf die Wetterkarte unumgänglich. „Besteht eine Sturmwarnung, lassen wir die Kinder gleich von den Eltern in die Naturschule nach Schönenberg bringen. Dann ist es hier draußen wirklich zu gefährlich“, erklärt die 37-Jährige. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sandra Gleich arbeitet sie in einem Kindergarten der besonderen Art: im 2011 neu gegründeten Waldkindergarten „Kleine Dachse“ auf dem ehemaligen Sportplatz des Lienzinger Fußballvereins. Die Grünfläche am Waldrand zwischen Mühlacker und Lienzingen hat Araneus seit vielen Jahren gepachtet.
Das Motto im Waldkindergarten: Auch in der kalten Jahreszeit kann das Spielen im Freien Spaß machen – und besonders beliebt bei den Kleinen ist die „Dreckrutsche“.
Nur dreimal, zuletzt wegen des Sturmtiefs „Andrea“ Anfang Januar, musste die „Kindergarten-Notunterkunft“ in der vereinseigenen Stromberg-Naturschule bezogen werden. „Auch dank der milden Temperaturen konnten wir immer problemlos hier bleiben, und selbst wenn es kälter gewesen wäre, hätte das den Kindern nichts ausgemacht. Am bislang kältesten Tag hatten wir hier minus elf Grad. Aber das ist für uns noch lange kein Grund, sich nicht an der frischen Luft aufzuhalten“, gibt die Erzieherin die Marschrichtung vor. Dick eingepackt in Schneeanzüge und Matschhosen und ausgestattet mit gefütterten Gummistiefeln und Mützen aus Schafswolle erkunden die acht „kleinen Dachse“ täglich zwischen 8 und 13 Uhr die Natur rund um ihren „Stammplatz“.
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