Alkoholikerin steckt ihre Wohnung in Brand

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Hartes Leben hätte in Flammen enden können – Nachbarn in Gefahr – Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten versuchten Mord vor

Karlsruhe/Pforzheim. Was die 31-jährige Alkoholikern am Abend des 1. September 2019 dazu brachte, die ersehnte erste eigene Wohnung in dem Mietshaus an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße abzufackeln, das Leben ihrer Mitbewohner zu gefährden und einen Schaden in Höhe von 150000 Euro anzurichten, konnte die Angeklagte der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Karlsruhe am Mittwoch auch nicht erklären. Versuchter Mord und besonders schwere Brandstiftung in 16 Fällen lautete die Anklage von Staatsanwalt Henrik Blaßies am ersten Verhandlungstag. Am schwersten hat es die Nachbarin im fünften Stock getroffen.

Statt gemütlich bei einem Spätfilm im Schlafzimmer zu entspannen, fand sich die Rentnerin gegen 22 Uhr in einem realen Horrorszenario wieder. Alarmiert von einem Knall und Unruhe im Flur, schreckte die 70-Jährige auf, sah Feuer in der Nachbarwohnung und Polizei und Feuerwehr auf der Straße. An der Flucht durch das Treppenhaus hinderte die gehbehinderte Frau beißender Rauch, das nasse Handtuch, das sie sich geistesgegenwärtig geholt hatte, benötigte sie nicht mehr: „Da kamen schon zwei Feuerwehrmänner. Die haben mich rechts und links gepackt und nach draußen gebracht. Allein hätte ich das nicht geschafft. Ich habe am ganzen Leib gezittert“, erinnert sich die Geschädigte an den Schrecken, der ihr Albträume, eine leichte Rauchgasvergiftung und eine verrauchte Wohnung bescherte.

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