Algerier landen im Gefängnis

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Nach einem brutalen Raubzug im Regionalexpress kennt der Richter keine Gnade

Pforzheim/Enzkreis. Für die brutale Vorgehensweise, mit der die beiden Angeklagten aus Algerien am 24. Juli 2015 den Nachtexpress von Stuttgart nach Karlsruhe aufgemischt haben, hat Staatsanwalt Marco Mayer in seinem Plädoyer am gestrigen dritten Prozesstag keine strafmildernde Entschuldigung gefunden.

Mosaikstein für Mosaikstein fügte Mayer zehn Aussagen von Opfern und Beobachtern zu einem Tatbild von Raub und Randale zusammen, das die beiden Männer ins Gefängnis bringen sollte. Demnach traktierte der aggressivere Mann einen Italiener, der ihn auf sein Verhalten ansprach, mit Fäusten und Tritten, entschied das Gezerre um einen Rucksack mit einer Kopfnuss gegen den Besitzer für sich und versuchte einem Doktoranden die Tasche zu entreißen, wobei er eine Messerattacke vorgetäuscht haben soll. Ein Raub, der nur deshalb im Versuchsstadium blieb, weil die Tasche bis auf eine leere Flasche nichts enthielt. Für die Delikte gefährliche Körperverletzung und Raub forderte Mayer im Falle des Haupttäters eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Für den Helfer, bei dem der Staatsanwalt es mindestens als erwiesen ansah, dass er dem Italiener den Kopf hochgerissen und ihn festgehalten hat, forderte er eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten.

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