Alaa Kutna hält an seinen Träumen fest
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Syrer will sich nicht am Blutrausch in seiner Heimat beteiligen – Schnelle Integration in Deutschland – Hoffen auf Ausbildungsplatz
Der Bürgerkrieg hat ihm seine Heimat, aber nicht seinen Stolz und seinen Ehrgeiz genommen. Alaa Kutna (25) möchte aus seinem Leben etwas machen. Dafür lernt der Syrer nicht nur eifrig Deutsch. Seit einem halben Jahr ist er bei der Firma Münch in Mühlacker angestellt – und hofft auf einen Ausbildungsplatz. Seine Geschichte steht beispielhaft für gelungene Integration.
Büffeln für die Deutschprüfung: Alaa Kutna weiß, worauf es ankommt. Konrad Reuter unterstützt den 25-jährigen Syrer und hilft ihm, in Deutschland Fuß zu fassen. Foto: Goertz
Mühlacker. Integration heißt für Kutna aber nicht, dass er in Gedanken seiner Heimat Syrien endgültig den Rücken gekehrt hat. Ganz im Gegenteil: „Ich möchte zurück nach Damaskus – wenn dort Frieden herrscht.“ Und wann soll das sein? Kutna schaut ein wenig gequält, schüttelt fast unmerkbar den Kopf. „Ganz sicher nicht so schnell. Ich sehe im Moment keinen Hoffnungsschimmer, der auf Frieden hindeutet.“ Und der Frieden sei nur die eine Seite der Medaille, gibt Kutna weiter zu bedenken. Frieden sei die Voraussetzung für Versöhnung – ein Prozess, der viel länger dauern könne als es jeder Krieg.
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