Aktionskünstler Sarow wirbt für den Nahverkehr
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Bis Mittwoch beklebt er einen Bus in der Stadtmitte mit 3500 mit Spiegelfolie versehenen Quadraten und holt das Außen nach Innen
Pforzheim. Im Prinzip ist es eine reine Werbe-Aktion. Aber eine klug eingefädelte. Der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) hat angesichts sinkender Fahrgastzahlen in Corona-Zeiten den Aktionskünstler Andreas Sarow eingeladen, in ihren Bus einzusteigen.
Aktionskünstler Andreas Sarow setzt im Auftrag des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis eine Aktion um, die mehr Menschen für das Busfahren begeistern will. Foto: Roth
Das macht Andreas Sarow dann eher nicht. Sein Fahrrad steht unweit des blauen Busses, der am Montag auf dem Marktplatz in der Pforzheimer Stadtmitte geparkt wurde. Er macht es aber auch deshalb nicht, weil seine Kunst-Aktion an der Außenhaut des Busses klebt. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. 3500 mit Spiegelfolie versehene Quadrate bringt Sarow darauf an. „Bis zum Dach hoch sind das 90 Quadratmeter“, sagt er. Unter den Platanen zwar vor der zurückgekehrten Sommerhitze geschützt, aber dennoch: schwitzend. „Das soll ja auch ein bisschen eine Qual sein“, sagt der durch die „Schwarze Villa“ bundesweit bekanntgewordene Künstler lachend. Die vielen Quadrate stellen sozusagen die Fahrgäste dar, die zusammen ein großes Ganzes ausmachen, das man so gesehen als vollen Bus bezeichnen könnte. Und damit besser gefüllte Kassen des Verkehrsverbunds.
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