Aids-Hilfe hofft auf neue Mitstreiter

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Kürzungen schmerzen – Einrichtung veranstaltet Neuauflage von „City under the rainbow“

Pforzheim. Die Aids-Hilfe Pforzheim ist durch die Kürzung der städtischen Zuschüsse schon 2016 unter erheblichen Druck geraten und hat inzwischen einen Vollzeitjob in eine 80-Prozent-Stelle umwandeln müssen – mit Einbußen bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. Dabei bleibt die Zahl der Ratsuchenden gleich, und gerade bei den Jugendlichen nimmt der leichtsinnige Umgang mit dem Thema Aids eher zu, „weil es ja inzwischen als gut behandelbar gilt“, sagte die Leitern der Aids-Hilfe, Claudia Jancura in einem Pressegespräch. Zudem wächst der Einrichtung an der Pforzheimer Goldschmiedschulstraße 6 aus dem Flüchtlingsbereich ein neuer Kreis von Klienten zu. „Die Arbeit mit Flüchtlingen ist aufwendiger, weil eine intensive Begleitung und rechtliche Beratung zusätzlich nötig ist“, so Jancura.

Aids-Hilfe hofft auf neue Mitstreiter

Denis Hasani (v.li.), Claudia Jancura (Leiterin der Beratungsstelle der Aids-Hilfe), Grit Butz und Praktikant Caleb Davis werben für „City under the rainbow“. Foto: Peche

Eigentlich plante die Stadt Pforzheim eine 50-prozentige Kürzung der Zuschüsse, doch dieser Kelch ging an der Aids-Hilfe noch einmal vorbei. Auch die nun 25-prozentige Kürzung reißt mit 11250 Euro weniger ein tiefes Loch in das Budget des Vereins. „Wenn wir schließen müssten, wäre Pforzheim die einzige Stadt im Land ohne eine Aidsberatung“, untermauert Jancura die heikle Lage für die bislang noch drei hauptamtlichen Mitarbeiter, die nun alle Teilzeitjobs haben. Immerhin unterstützen der Enzkreis, der Kreis Calw und das Land weiterhin die Aids-Hilfe.

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