Aggressionen bleiben auf der Strecke
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Wiernsheim. Davon, dass das Konzept aufzugehen scheint, konnte sich unsere Zeitung beim Besuch einer Trainingsstunde überzeugen. „Hier kann ich meine Aggressionen loswerden“, sagt der 15-jährige Furkan Usta. „Allemal besser als auf der Straße.“ Serhat Topalca, 17 Jahre alt, ergänzt: „Das ist wie Erholung, wenn wir am Ende so richtig ausgepowert sind.“ Auch der 16-jährige Kevin Braun ist begeistert: „Ich lerne eine neue Sportart kennen und kann Kondition aufbauen.“
Boxtraining in Wiernsheim: Am Sandsack Trainer Dag Ismail mit Furkan Usta, im Hintergrund (v. li.) Kai-Joachim Ginser, stellvertretender Hauptamtsleiter, Michael Mlodzian vom Fitnesstreff Athletico, Jugendpfleger Benjamin Denk, Serhat Topalca und Kevin Braun. Foto: Goertz
Dabei war Jugendpfleger Benjamin Denk, wie er offen zugibt, im ersten Moment gar nicht so begeistert, als die Jugendlichen bei einem runden Tisch im Wiernsheimer Rathaus den Wunsch nach einem Kampfsportangebot geäußert haben. „Eins gegen eins – wir schlagen uns“, sei ihm durch den Kopf geschossen, erinnert sich Denk, der im Laufe der Zeit aber eine andere Sicht der Dinge gewonnen hat. Dafür ist nicht nur der stellvertretende Hauptamtsleiter aus Wiernsheim, Kai-Joachim Ginser, verantwortlich, der selbst seit vielen Jahren Karate betreibt und weiß, dass Kampfsport und Gewalt auf der Straße zwei Paar Schuhe sind, die nicht zueinanderpassen. „Die Jugendlichen lernen im Training Regeln und Respekt. Der Trainer besitzt absolute Autorität“, so Ginser.
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