Ärztemangel beschäftigt Kreisräte
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„Fachplan Gesundheit“ soll mit Hilfe von Fördergeldern die Weichen stellen
Enzkreis. Nach drei kommunalen Gesundheitskonferenzen sieht der Enzkreis den Bedarf, sich auf örtlicher Ebene tiefer mit Fragen der medizinischen Versorgung in all ihren Facetten zu beschäftigen. Der Kreis bemüht sich dazu um Fördergelder des Landes zur Erprobung eines Konzepts für einen „Fachplan Gesundheit“.
Landrat-Vize Wolfgang Herz warb im Sozialausschuss des Kreistags vehement für die Auseinandersetzung mit sich bereits abzeichnenden Problemfeldern in der Gesundheitsversorgung. Zwar sei die aktuelle Situation noch „ordentlich“, ein Blick in die Zukunft zeige aber, dass rund ein Drittel der befragten Ärzte in Pforzheim und dem Enzkreis bis etwa 2020 ihre Tätigkeit beenden wollten, die Hälfte innerhalb von zehn Jahren und gar 85 Prozent bis etwa 2030. Aktuell suchten 21 praktizierende Ärzte Nachfolger für ihre Praxen, drei seien dabei auf erfolgversprechendem Weg, berichtete Herz. Vor vier Jahren war der Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche gerichtet. Damals ging es unter anderem um die Verbesserung des Trink- und Ernährungsverhaltens von Grundschulkindern, woraus ein Trinkbrunnenprojekt erwuchs, das zunächst in Mühlacker die Stadtwerke initiierten und zwischenzeitlich auch in Pforzheim von den Stadtwerken aufgegriffen wurde.
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