Acht Schicksale, eine Botschaft
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Am Vaihinger Stromberg-Gymnasium treffen ehemalige Häftlinge des KZ Wiesengrund auf rund 70 Jugendliche
Fragen auf dem Block, Betroffenheit im Gesicht: So haben am Freitagmorgen rund 70 Vaihinger Gymnasiasten erfahren, dass Geschichte lebt: in Gestalt acht Überlebender des KZ Wiesengrund, die aus dem traurigsten Kapitel ihrer und der deutschen Historie berichteten.
Viel zu erzählen: Der 94-jährige Niederländer Jules Schelvis hat unter anderem das Vernichtungslager Sobibór überlebt und ein Standardwerk darüber verfasst. Foto: Becker
Vaihingen. Acht Monate in Konzentrationslagern, 110 Stockschläge, zahllose Demütigungen, 28 Kilogramm Körpergewicht: Diese Bilanz weist der junge Jerzy aus Warschau auf, als am 7. April 1945 französische Soldaten das Vaihinger Konzentrationslager befreien. Fast genau 70 Jahre später ist er wie sieben andere hochbetagte Überlebende als Gast der Stadt Vaihingen und auf Einladung des Vereins KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz an den Ort seines Leidens zurückgekehrt. Nur wenig jünger als die Häftlinge von einst sind die Gymnasiasten von heute, die im Geschichtsunterricht mit dem Dritten Reich konfrontiert werden, nun aber von Angesicht zu Angesicht die Dimension des Unrechts erfassen können.
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