Abwasser wird teurer
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Investition in Kläranlage wird zu Gebührenerhöhung führen
Maulbronn. Die Bürger Maulbronns müssen mit einer „deutlichen Erhöhung“ der Abwassergebühren rechnen. „Da gibt es kein Drumherum“, sagte Bürgermeister Andreas Felchle am Mittwoch, als in der Gemeinderatssitzung die Pläne zum Ausbau der Kläranlage Heidelsheim (Bruchsal) vorgestellt wurden.
Da Maulbronn keine eigene Kläranlage hat, wird das Abwasser von Schmie in der Kläranlage von Lienzingen gereinigt, Zaisersweiher ist dem Zweckverband Oberes Mettertal angeschlossen, und das Abwasser von Maulbronn kommt in die Kläranlage Heidelsheim, an deren Bau sich 1977 die Stadt beteiligt hatte. Zum Einzugsgebiet der Kläranlage Heidelsheim gehören Stadtteile von Bretten, Maulbronn, Knittlingen und Bruchsal. 2005 bis 2007 erfolgte der Ausbau für eine Belastung mit 100000 EW (Einwohnerwert). Tatsächlich liegt die aktuelle Belastung bereits bei 169000 EW, wodurch die Anlage an ihre Grenzen kommt und zukünftig der Größenklasse fünf zuzuordnen ist, wie deren Geschäftsführerin Susanne Strauß berichtete. In der Größenklasse fünf würden verschärfte Einleitgrenzwerte vorgeschrieben. Um diese einhalten zu können, muss die biologische Reinigungsstufe zur besseren Elimination des Stickstoffs erweitert werden. Ein Ausbau sei ebenfalls erforderlich, um Phosphor durch Filtration aus dem Wasser zu entfernen und um den Bedarf an zusätzlichem Strom abdecken zu können. Auch entspreche das Betriebsgebäude nicht mehr den Mindeststandards.
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