Abschiedspredigt gegen Hass
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Pfarrer Jürgen Götze geht – Volles Haus, viele lobende Worte und ein politischer Schlussakkord
Ölbronn/Kleinvillars. Er hat seine Gemeinde geprägt: Ungewöhnliche 32 Jahre lang war Pfarrer Jürgen Götze als Seelsorger der evangelischen Kirchengemeinden von Ölbronn und Kleinvillars im Dienst. Im Januar 2018 wurden beide Gemeinden zur Kirchengemeinde Ölbronn-Kleinvillars fusioniert. Dass sich Götze in der Zeit seines Wirkens große Anerkennung und Wertschätzung erworben hat, wurde allein schon durch die vielen Besucher und Ehrengäste in der bis zum letzten Platz gefüllten Ölbronner Festhalle deutlich, in der am vergangenen Sonntag der Verabschiedungsgottesdienst für den langjährigen Seelsorger stattgefunden hat.
Zum Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Jürgen Götze (Mitte) kommen viele Besucher in die Ölbronner Festhalle. Darüber freuen sich bei aller Wehmut auch Dekan Jürgen Huber (li.) und Stefan Huschitt, Vorsitzender des Ölbronner Kirchengemeinderates. Foto: Bischoff-Krappel
„Ein jegliches hat seine Zeit“, leitete Stefan Huschitt, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, den Gottesdienst mit einem Bibelvers ein. „Wir sagen heute einem ganz besonderen Menschen Adieu.“ Auch beim Abschiedsgottesdienst waren es die kleinen Gesten, die vom großen Feingefühl zeugten, das die Gemeinde an ihrem Pfarrer schätzte: „Ihr dürft aufstehen und herumlaufen, wenn es euch auf dem Stuhl zu eng wird“, sagte Götze etwa zu den kleinen Gottesdienstbesuchern. „Das gilt auch für die Erwachsenen.“ Und ganz selbstverständlich verließ der Seelsorger seinen Sitzplatz auf der Bühne, um den Kindern des örtlichen Steinbeiskindergartens bei ihrem Abschiedslied auf Augenhöhe begegnen zu können.
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