Absage an „Nazis“ löst Beifall aus
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Gericht spricht „Antifaschisten“ frei
Pforzheim (weg). Mit Freisprüchen für zwei junge Demonstranten endete gestern die juristische Aufarbeitung eines Zwischenfalls beim Gedenktag in Pforzheim. Die Staatsanwaltschaft hatte den 22- und 24-jährigen „Antifaschisten“ vorgeworfen, sie hätten am 23. Februar 2012, gegen 17.45 Uhr, auf dem Bahnhofvorplatz eine Gruppe vermeintlicher Nazis angegriffen. Zwei junge Männer waren auf den Größten der fünfköpfigen Gruppe losgegangen und hatten den 18-Jährigen mit Fäusten und Fußtritten bearbeitet. Als ihm ein 17 Jahre alter Freund zu Hilfe kommen wollte, bekam er von einem Dritten eine Ladung Pfefferspray direkt in die Augen.
Die Angeklagten machten keinerlei Angaben, nicht zur Anklage, nicht zur Person. Aber sie verlasen ein Statement, in dem sie Pforzheims Vergangenheit erklärten und bekräftigten, man müsse „Nazi-Umtrieben mutig entgegentreten“. Im voll besetzten Saal 311 des Amtsgerichts brandete danach heftiger Beifall auf, den die Richterin mit dem Hinweis unterband, bei Wiederholung den Saal räumen zu lassen.
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