Abiturienten nehmen letzte Hürde
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132 THG-Schüler werden mit der mündlichen Prüfung nochmals zu Höchstleistungen angespornt
Mühlacker. Lange haben die Köpfe der Abiturienten geraucht. Jetzt steht der Endspurt an: Kurz vor der Ziellinie müssen sich die Gymnasiasten noch einmal kräftig ins Zeug legen. Am gestrigen Montag starteten die mündlichen Präsentationsprüfungen, die im ganzen Bundesland noch bis heute andauern. Auch die Lehrer des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Mühlacker (THG) fordern die Schüler ein letztes Mal zu Höchstleistungen heraus.
Gemischte Gefühle: Während Anne Marie Bührer (v. li.) glücklich ist, das mündliche Abitur überstanden zu haben, schaut der aufgeregte Yannick Wiggars nochmals über seine Präsentation. Foto: Huber
„Ich bin glücklich, dass es geschafft ist“, sagte die strahlende Anne-Marie Bührer unmittelbar nach ihrer Prüfung. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.“ Aufgeregt sei sie im Vorfeld gewesen, „aber die Prüfer waren entspannt, also war es nicht so schlimm wie gedacht“. Jetzt will Anne-Marie Bührer erst mal nur feiern. Doch Zukunftspläne hat die Abiturientin bereits: „In zwei Wochen starte ich ein Praktikum in einer Tierarztpraxis. Später möchte ich vielleicht Tiermedizin studieren.“ Yannick Wiggars, der nach dem Abitur ein Informatikstudium anpeilt, war vor der mündlichen Prüfung angespannt. Er habe hohe Ansprüche an sich selbst, verrät der Schüler. Er sei aufgeregt, weil er mindestens 13 Punkte schaffen müsse. „Nur so kann ich meinen Notenschnitt verbessern.“ Insgesamt bestehen die Abiturprüfungen aus fünf Prüfungsleistungen, erklärt Schulleiter Thomas Mühlbayer das Prozedere. Wie sie im schriftlichen Abitur abgeschnitten haben, wüssten die Schüler bereits. Die fünfte und letzte Hürde sei eine Präsentationsprüfung und dauere 20 Minuten. Die Schüler müssten dabei über ein Thema referieren, das meist den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich abdecke. „Viele entscheiden sich für ein Thema aus Religion, Ethik, Gemeinschaftskunde, Erdkunde oder Geschichte“, so Mühlbayer. Insgesamt stünden an den beiden Tagen 132 Schüler auf dem Prüfstand, berichtet der Schulleiter. „Einige hatten bereits besondere Leistungen in Form von Seminarkursen erbracht.“ Diese Abiturienten seien deshalb von der Präsentationsprüfung befreit. Andere, die sich in ihren schriftlichen Prüfungsfächern verbessern wollten, könnten eine zusätzliche Prüfung ablegen.
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