Abhilfe schaffen

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Zu „Mehr Kinder im Südwesten leben in Armut“ vom 13. September und „Rentner können mehr dazuverdienen“ vom 14. September:

Fast zwei Millionen Kinder leben in unserm reichen Land von HartzIV, ein riesiger Schandfleck! Dabei sind diejenigen noch nicht mitgezählt, die wenig mehr als HartzIV verdienen. Betroffen sind vor allem Alleinerziehende mit Kindern und Familien mit drei Kindern oder mehr. Im Gegensatz dazu wächst das Geldvermögen der sehr Reichen um sechs Prozent pro Jahr, ein Wachstum, von dem Arbeitnehmer nur träumen können. Die Bundesrepublik hat heuer schon mehr Steuern eingenommen in zweistelliger Milliardenhöhe. Sie könnte also ganz schnell die Kinderarmut abschaffen: Dazu braucht es eine existenz- und teilhabesichernde Kindergrundsicherung. Das jetzige Teilhabepaket ist ein bürokratisches Monster. Von vier Euros entfällt einer auf die Bürokratie: Anträge genehmigen oder ablehnen. Auch für die nächsten Jahre sieht Wolfgang Schäuble Steuermehreinnahmen; die wären besser angelegt in existenzsichernde HartzIV-Sätze und Investitionen im Straßennetz oder in Schulgebäuden als in Steuererleichterungen, die doch wieder am meisten den Reichsten zugutekommen. Wer keine Steuern zahlt, hat gar nichts davon.

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