„Abbruch ist nicht gleich Abbruch“

Archiv

IHK-Präsidentin Claudia Gläser relativiert Bildungsbericht – Im Nordschwarzwald geben deutlich weniger Azubis vorzeitig auf

Enzkreis/Pforzheim (pm). „Ein Viertel aller Auszubildenden bricht die Ausbildung ab“ war in einigen Überschriften großer Tageszeitungen zu lesen. Eine hohe Zahl, entnommen aus dem Entwurf des Bildungsberichtes der Bundesregierung für das Jahr 2018. Die Zahlen seien jedoch interpretationsbedürftig, betont Claudia Gläser, Präsidentin der IHK Nordschwarzwald. Abbruch sei nicht gleich Abbruch.

„In vielen Fällen ist es ein Berufs- oder Unternehmenswechsel. Das kann unterschiedliche Gründe haben, die sowohl in der Berufswahl selbst wie auch im persönlichen Bereich liegen können. Natürlich sind manchmal auch Konflikte im Ausbildungsbetrieb oder Unzufriedenheit mit den Ausbildungsinhalten Gründe für eine Auflösung des Ausbildungsverhältnisses. Wenn man die hohe Zahl allerdings auf die Bezahlung in einzelnen Fällen reduzieren und damit eine Pauschalaussage für alle Ausbildungsberufe treffen würde, machte man es sich deutlich zu einfach“, kommentiert Claudia Gläser die Schlüsse der Gewerkschaften. „Die Zahlen im Bereich der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald zeichnen ein anderes Bild für die Region. Die Zahl der Auflösungen liegt hier deutlich unter dem bundesdeutschen Niveau. Im Jahr 2017 wurde in 407 Fällen das Ausbildungsverhältnis beendet und das bei einer Zahl von über 6400 Ausbildungsverhältnissen im Kammerbezirk.“

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen