500 Jahre Geschichte

Archiv

„Eine historische Phantasie“

Pforzheim. Seiner Geburtsstadt ein literarisches Denkmal setzen zu wollen, das ist nicht außergewöhnlich. Dabei aber 500 Jahre Geschichte in 40 Minuten abzuhandeln, das ist schon etwas Besonderes. Das zu bewältigen, versuchte jetzt die 77-jährige gebürtige Pforzheimerin Renate Schostack. „Eine historische Phantasie“ nennt die promovierte Historikerin und Germanistin, die Kulturkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war, ihre Arbeit.

Schauplatz der Lesung, die ursprünglich eine Uraufführung hätte sein sollen, war das Podium des Theaters Pforzheim. „1501 oder Die der Pest abgewandte Seite der Stadt“ heißt die Geschichte. In den 40er Jahren des 14. Jahrhunderts aus dem Fernen Osten nach Europa eingeschleppt, grassierte die Pest bis ins 19. Jahrhundert, wobei große Epidemien in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts zu verzeichnen waren – auch in Pforzheim. In diesem Zusammenhang wurde dort 1501 die „Löbliche Singergesellschaft“ als eine der ältesten Bürgerinitiativen Deutschlands gegründet. Die heute noch bestehende Gesellschaft ist kein Gesangverein, vielmehr sind die „Singer“ Männer, die sich „humanitären, sozialen, caritativen, stadtgeschichtlichen und heimatpflegerischen Zielen“ verschreiben.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen