22-faches Premierenfieber
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Am Sonntag, 12. Juli, 14 Uhr, präsentiert die Interkulturelle Theatergruppe Mühlacker im Uhlandbau ihr erstes großes Stück
Ein Pfarrer als Räuberhauptmann, ein Apotheker als sein Gehilfe, aufstrebende Gymnasiasten als gebückt gehende Gnome: Für das Stück „Ronja Räubertochter“, das am Sonntag Premiere feiert, wagen sich die Mitglieder der Interkulturellen Theatergruppe Mühlacker in vielerlei Hinsicht auf Neuland.
Duell der Räuber-Chefs Mattis (Marcus Kalkofen; li.) und Borka (Karlheinz Müller). Ronja (Sara Cevik; 2.v.li.) verfolgt das Geschehen. Zu Beginn des Stücks herrscht Freude über die Geburt der Stammhalterin, die Glatzen-Per (Hasan Özer; Bild oben li.) gar nicht mehr hergeben möchte. Regisseur Ralf Puhane ist mit seinen Akteuren zufrieden – auch mit den noch nicht kostümierten Graugnomen.
Mühlacker. Graugnom müsste man sein. Dann wäre einem angesichts des dicken, wollenen Kostüms, das in kühle schwedische Wälder, aber nicht in den aufgeheizten schwäbischen Uhlandbau passt, das Tragen von Straßenkleidung gestattet. Nicht allen geht es an diesem Montagabend bei der drittletzten Probe vor der ersten großen Bewährungsprobe des jungen Ensembles so gut. Die Wilddruden Berivan und Serpil Aygün etwa können sich, kaum dass sie auf der Spielfläche ihre wüsten Drohungen ausgestoßen haben, nicht schnell genug die schwarzen Masken von den Gesichtern reißen und den Schweiß abwischen. Auch Erzählerin Selma Özer im prachtvoll verzierten Kleid bekommt einen Vorgeschmack auf das vielzitierte Fieber, das am Sonntag nicht nur die Lampen an der Decke auslösen werden.
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