16 Monate Haft für „Hackfleischverkauf“

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Pforzheim (weg). Von „Vanillebollen“ und 600 Gramm „Hackfleisch“ war gestern im Prozess wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln vor dem Schöffengericht die Rede. Nur handelte es sich um Amphetamine. 600 Gramm davon hatte der 29-jährige Angeklagte Jens N. (Name geändert) im Mai vergangenen Jahres gekauft und gewinnbringend weiterverkauft. Eine Freundin von Jens, die ein ähnlich großes Interesse wie er selbst an den Drogen hatte, behauptete in ihrer eigenen Verhandlung, es habe sich tatsächlich um Hackfleisch gehandelt – was ihr niemand glaubte.

Jens machte in der Verhandlung unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Karl-Michael Walz gleich reinen Tisch und legte ein umfassendes Geständnis ab. Die Drogen habe er gekauft, um seinen Lebensunterhalt und seine Cannabissucht finanzieren zu können. Er sei arbeits- und obdachlos gewesen. Im Juli vergangenen Jahres kaufte er nochmals 50 Gramm Amphetamine von „Grasi“, die er weiterverkaufte. „Wer ist Grasi?“ wollte Erster Staatsanwalt Claus Stohrer wissen. Diese Frage beantwortete Jens nicht. Ebenso wenig die des Vorsitzenden, der sich erkundigte, woher die 600 Gramm „Hackfleisch“ stammten.

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