14200 Essen gehen über die Theke

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Pforzheimer Vesperkirche ist eine Erfolgsgeschichte

Pforzheim. Das Bild ändert sich bis zum Schluss nicht: Lange Schlangen bilden sich, sobald die Essensgerüche durch die Stadtkirche Pforzheim schweben. Man sieht es den Menschen oft nicht an, dass sie sich einreihen, weil sie wenig Geld oder gar keines haben. Doch Organisatorin Gabriele Napiwotzki kennt ihre Gäste, von denen viele so ziemlich jeden Tag kommen – und das seit Jahren. Sie ahnt, wer auf sie zukommen wird und um ein kostenloses Essen bittet, weil nicht einmal ein Euro in der Tasche ist, um das Mittagessen bezahlen zu können. Und diese Menschen werden sicher nicht weniger, wie Caritas-Direktor Frank-Johannes Lemke vermutet. Er weiß, dass an den 29 Tagen der nunmehr 16. Vesperkirche jedes Mal etwa 20 Gäste da sind, die sich bei Gabriele Napiwotzki melden. Dafür hat er eine Erklärung: „Unter den Nicht-Sesshaften ist es ein Ehrenkodex, dass man gar keine Hilfe annimmt, auch nicht vom Sozialamt.“

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